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NOTIZBLOG

Venedig: Erlöser-Fest

 

 

In Venedig schrieb ich seinerzeit vor Ort noch am selben Abend des Erlöser-Festes an diesem heißen Julitag (das Jahr soll hier keine Rolle spielen) das Wesentliche darüber auf Facebook (daher Datum und Reisedetails überhaupt wieder gefunden – denn "Was man schreibt, das bleibt!"). Ich fasse für meinen "Notizblog" hier die Beschreibungen von einigen geposteten Bildern zusammen – aus Freude am Schreiben. Und damit ein Beispiel für meine Knipserei und die neue Rubrik ☞  "Notizblog" ...


Vor dem Fest, Guidecca, Venedig, 14. Juli.Festa del Redentore (Fest des Erlösers), Giudecca, Venezia

19 Uhr. Die Anwohner von Giudecca und ihre Gäste richten sich schon als Zuschauer auf das heutige Feuerwerk-Spektakel über San Marco im Rahmen des Festa del Redentore (Erlöser-Fest) ein (Foto). Die einheimischen Restaurant-Betreiber richten Stühle und Tische am Kai für die Besucher her, und einer schafft mit seinem Boot herbei, was noch fehlt (Foto links). Bald schon kommen Tausende über die provisorische Bootsbrücke auf die Insel Guidecca (rechts im oberen Bild zu erkennen), um das Feuerwerk besser von dieser Seite aus zu sehen.

20 Uhr. Festa del Redentore (Fest des Erlösers) in Venedig seit 1577, nachdem die Stadt von der Pest heimgesucht worden war. Ich komme zufällig genau im richtigen Moment vorbei, um Bürgermeister Luigi Brugnaro und Diözisanbischof und Patriarch von Venedig Francesco Moraglia kurz vor der Kirche von Giudecca zu sehen und einen Schnappschuss zu machen – einen meiner geliebten Foto "Augen-Blicke" (rechts). Dort an der prächtigen Kirche kommt es gleich danach durch den Bürgermeister zum Festakt, und er erinnert in seiner Rede an den Wert der Tradition für die Stadt und ihren Schutzpatron, soviel kann ich mir aus dem Italienischen zusammenreimen.

Ich bleibe aber nicht dort (mir liegt nichts am Feuerwerk), denn es wird bald dunkel werden, und ich gehe langsam an den Menschenmassen vorbei über die provisorische Bootsbrücke zum gegenüberliegenen Stadtteil Dorsoduro, wo es ebenso von vielen Einheimischen und natürlich den Touristen wimmelt.

Inzwischen hat sich der Nachthimmel über der Lagunenstadt dunkel bezogen. Ich nehme den Vaporetto (Wasserbus) zum Piazelle Roma (von dort starten alle Buslinien, auch nach Mestre). Vor der Kirche in Guidecca, Venedig (14. Juli).An Deck des Schiffes über den Canale di Fusina erfolgt dann meine Rückfahrt bei Wetterleuchten, Blitzen, warmen Regen und teilweise heftigen Windböen – ich genieße die Wetterstimmung!

Ob das Feuerwerk bei dem unruhigen feuchten Wetter überhaupt stattgefunden hat? Ich weiß es nicht.

Von der Piazelle nehme ich den Bus nach Mestre, wo ich am Bahnhof aussteige. Verziehe mich für heute aus der unfassbaren Stadt in mein Hostel. Die moderne und saubere, preisgünstige  Unterkunft (19 €/Nacht) voller munterer junger Leute aus vielen Ländern bewerte ich positiv.

Solche Texte schreibe ich selbst vor Ort nicht aus dem Gedächtnis, sondern rekonstruiere den Sachverhalt zeitnah anhand von vorhandenen Informationen, so dass die Beschreibungen von dem, was ich erlebt habe, ziemlich präzise werden, auch wenn ich sie später noch redigiere. Soweit ein Beispiel ...

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Stephan Wrobel, Freilassing
Aus Freude am Texten ...

"Blogger" (nicht kommerziell), parteilos, politisch neutral – aber nicht sprachlos, gottgläubig, Christ, kirchlich ungebunden, frei (auch von Kalenderritualen & Esoterik; Nichtraucher).

Stephan Castellio Wrobel (Fotos und Literarisches)

Johannes Stephan Wrobel – Berlin, Wiesbaden, Selters/Taunus, Sonnenbühl, heute: Freilassing/Salzburg

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