Tintenzeichnung, 1973, Johannes Stephan Wrobel, Berlin/Wiesbaden; Foto: stephan wrobel freilassing

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🎨 Poesie & Literarisches | Einführung

"Lichtblicke" aus Jugendtagen


Stand 25.08.2020 (refresh)


Selbst Geschriebenes von früher, damals nur für mich.*

Nichts spektakuläres, Textbeispiele. Eine Auswahl an Gedichten, Poesie eben, oder Reimen. Kurz­geschichten und kleine Bühnenstücke sowie alles mögliche in Textform. Anfangs Übermütiges und Spaßtexte, Blödelreime – dann auch Ernstes, Nachdenkliches und Romantisches ... wie ein Frühlingsgedicht von 1971 (Foto unten).

Ebenso einige frühe Zeichnungen möchte ich hier präsentieren, was mich ähnlich wie manche Aufsätze und Gedichte an die persönliche Verbundenheit mit Zeit, Raum und Natur in aller Schlichtheit, Natürlichkeit und Bodenständigkeit (Träumen erlaubt) erinnert, verknüpft mit positiven Ausblicken in die Zukunft (Beispiel, Foto: Berghütte, 1973).

Sehnsucht und Ahnen sowie naturgegebene Intuition ebenso für das Unbewusste (ohne Überschreitung von Grenzen zum Übersinnlichen; ich lehne auch Esoterik und Astrologie ab; hier äußert sich lediglich vielleicht eine Form von angeborener Hochsensibilität) kommt auch in einigen Texten aus meiner Jugendzeit zum Ausdruck, vgl. die Kurzgeschichte "Friedrich" oder das Bühnenstück "Die Uhr in drei Akten".

* Private Texte niedergeschrieben Ende der 1960er- oder Anfang der 70er-Jahre – nur für mich, erst zu Hause in West-Berlin als Teenager (darunter einige Schulaufsätze), dann bei Aufenthalten in Eisenärzt/Oberbayern (dort das erste Gedicht, "Abseits", August 1967, siehe unten) und in Barcelona (1968) sowie in St. Johann in Tirol (1970) und St. Lorenzen bei Bruneck in Südtirol (1971). Oder am See Genezareth unterwegs auf Jugendherbergsweise in Israel ("Alles schwarz auf Golan", 1972), was ich inzwischen als Poesie-Blogspot öffentlich gepostet habe (siehe auch unten). Schließlich die Texte und Grafiken am neuen Wohnort Wiesbaden (ab Oktober 1972).

In den 1980er- und 90er-Jahren anonym für eine internationale Zeitschrift nur noch journalistisches Texten mit einer breiten Palette von Themen, zum Beispiel Indoor Games/Gesellschaftsspiele (1979), diverse Rubriken ("Watching the World" [zweimal monatlich 1980–1986, singulär bis 1990], "Insight on the News" [1982–1988], vereinzelt "Questions from Readers" [1982, 1987, 1990, 1992], "Young People Ask" [1994], viele Kurztexte [sog. fillers und advertisements]). Dann viele Lebens- und Erlebnisberichte: zum Beispiel von NS-Opfern, die Haft und Konzentrationslager überlebt hatten (ab 1985), über Musiker Ricky King (1988), die Passionsspiele Oberammergau (1990) oder das englisch-deutsche Script der Videodokumentation "Stand Firm" (Brooklyn, N.Y., 1996) und Texte für die Uraufführung und die weiteren öffentlichen Vorführungen und Veranstaltungen im In- und Ausland.

Vor allem ab 1996 überwiegend lexikalisches Schreiben im zeitgeschichtlichen Bereich mit Beiträgen für Ausstellungen, Veröffentlichungen (zB Magdeburger Biographisches Lexikon und Der Ort des Terrors, Bd. 2 und 4, hg. von Benz/Distel) sowie eine Anzahl Textbeiträge als Referate, die gegenwärtig zum Online-Stellen vorbereitet werden, worüber ich an anderer Stelle ausführlich berichte.

Eine thematische Ausnahme bildet in diesem Rahmen das verarbeitete Gesprächsprotokoll "Sie traf Albert Einstein" (2008) und der Blogspot "Ich bin ein Berliner!" über den Besuch John F. Kennedys in der geteilten Stadt 1963, den ich als Knirps miterlebte.

Ab 2014 begann ich als "Stephan Castellio" mit journalistischer Sorgfalt auf meinem 🏮 Facebook-Profil Kurztexte zu den 🌄 "Foto 'Augen-Blicken'" einzustellen.

Dann, nach Jahren, wieder einige "literarische" Texte, zum Beispiel ein spontanes "RAP-Frühlingsgedicht" (Salzburg, 2019).

Schließlich habe ich nach 2008 noch Texte kombiniert mit Fotos als sogenannte Blogspots ("Fotoblogspots", provisorische Übersicht) öffentlich gestellt, darunter das oben erwähnte Gedicht aus der Jugendzeit "Alles schwarz auf Golan" (Israel, 1972) als Poesie-Blogspot.

Neuerding gehören in den Online-Bereich 🎨 "Poesie & Literarisches" noch vereinzelt Autoren-Events oder öffentliches Vorlesen.

Eine Übersicht über mein gelegentliches journalistisches Schreiben von heute (nicht zu vergleichen mit dem Texten in der Vergangenheit, 1996–2008) ist unter der Rubrik 📰 "Artikel (heute)" zu finden. Und hier ein aktuelles Online-Beispiel auf dem Portal der Stadt Freilassing, Aussenstelle KONTAKT: "150 Jahre Feuerwehr in der Ortsgeschichte" (2019).

Noch ein Gedicht

Als Textbeispiel etwas humoristisches. Man denke jetzt an Wind und Meer, Schiffe, Hafen, Kais, Mövenschreie, Fisch, enge Gassen und viel Rum ...

Es war Nacht und etwa drei
(1970, bearbeitet Januar 1971)

Es war Nacht und etwa drei,
da ging eine Laterne
an einem Offizier vorbei.
Es war vier. In der Ferne
eine Uhr schlug leis'.
Die beiden liefen
immer noch im Kreis.

Um fünf sie Freundschaft schlossen.
Arm in Arm gemeinsam schliefen
bis sie mit Wasser übergossen
in die Höhe schossen.

Der Offizier stellt sich in Pose,
zur Erde gleitet ein Matrose.

stephan castellio wrobel - jswrobel


Dieses Textbeispiel demonstriert einfach vergnügliches übermütiges Texten!

Beim Texten ging es damals (1970) um bildhaftes Denken, Imagination, Einbildungs- und Vorstellungskraft. Also nicht darum, bleibende Erinnerungen zu schaffen, wie durch andere Texte, zum Beispiel bei "Friedrichstraße Ost-Berlin", 1968). Über diese Kurzgeschichte notiere ich nachträglich:

Den Text hatte ich damals nicht wie sonst in Handschrift hinterlassen, sondern in Maschinenschrift, sicherlich wegen des besseren formalen Eindrucks. Auch wenn der Text keinen Hinweis auf meine Absicht des Schreibens enthält (das Bedürfnis, Gefühle durch Schreiben auszudrücken statt verbal, hatte ich bereits früh verspührt), folgte ich doch sehr wahrscheinlich dem frühen inneren Drang, eine bleibende Erinnerung zu schaffen – denn 'Was man schreibt, das bleibt!' sollte später und bis heute mein Motto sein.

Unter der Überschrift "Aus meiner Phantasie" habe ich für Texte aus der Kraft der Vorstellung mehr Beispiele, wie mein erstes Gedicht – "Abseits" (1967), ein persönliches imaginäres Gipfelerlebnis in den Alpen, was erst drei Jahre später real werden sollte. Oder "Hoch türmen sich die Wolken" (Berlin, 1970), das unmittelbar auf Erlebtes vermischt mit Phantasie zurückgeht, wie ich mich erinnern kann. Gleichwohl man beim Schreiben bewussst oder unbewusst auf zurückliegende Erfahrungen in der Natur zurückgreift, was zum Beispiel bei meinem Aufsatz "Gewitter" (Berlin, 1969) der Fall war.

Es dauert noch etwas, bis sämtliche gewünschten Texte nach und nach abgetippt und online gestellt sind.

Schon jetzt viel Spaß beim Lesen ...

Stephan Castellio Wrobel, im März 2020






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Foto: stephan wrobel freilassing